BSc Flugzeugtechnik an der HAW Hamburg

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Neuer B.Sc. Flugzeugtechnik an der HAW Hamburg startet zum Wintersemester 2026/2027


Datum

Zum Wintersemester 2026/2027 führt die HAW Hamburg den neuen Bachelorstudiengang Flugzeugtechnik ein. Er löst den B.Eng. Flugzeugbau ab. Bewerbungen sind bis zum 15.07.2026 möglich.

Der neue Bachelor of Science „Flugzeugtechnik“ an der HAW Hamburg strukturiert die akademische Luftfahrtausbildung neu und ersetzt den bisherigen B.Eng. „Flugzeugbau“. Dieser Wechsel erfolgt, um das Curriculum an die veränderten technologischen Anforderungen der modernen Luftfahrtindustrie anzupassen. 

In den ersten drei Semestern erwerben die Studierenden essenzielle mathematisch-naturwissenschaftliche und ingenieurtechnische Grundlagen, darunter Technische Mechanik, Elektrotechnik, Informatik, CAD & Konstruktion sowie Werkstoffkunde. Ab dem vierten Semester fokussiert sich die Lehre auf luftfahrtspezifische Kerndisziplinen wie Luftverkehrswirtschaft, Aerodynamik, Flugzeugstrukturen, Flugzeugsysteme, Triebwerke, Flugmechanik und den Flugzeugentwurf.

Ein wesentliches Merkmal der Neuausrichtung ist die Integration aktueller Technologiefelder. Neben der vollumfänglichen Behandlung konventioneller großer Verkehrsflugzeuge bietet das Curriculum moderne Wahlpflichtmodule, die beispielsweise Maschinelles Lernen und unbemannte Luftfahrtsysteme (UAV) adressieren. Mit dem neuen Modul „Entwicklung unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS)“ erhält das Zukunftsthema Drohnen erstmals einen eigenen Schwerpunkt im Studiengang – ein wichtiger Meilenstein für die akademische Ausbildung im Bereich der unbemannten Luftfahrt. In den Semestern fünf und sechs erfolgt zudem eine individuelle Spezialisierung. Hierbei können die Studierenden aus den Vertiefungsrichtungen Leichtbau, Aerodynamik und Flugphysik, Kabinensysteme sowie Systeme wählen.

Neues Modul „Entwicklung unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS)"

Im Modul „Entwicklung unbemannter Luftfahrtsysteme (UAS)“ durchlaufen die Studierenden den vollständigen Entwurfsprozess von Drohnen – von Konfiguration, Aerodynamik und Massenabschätzung über Antriebssysteme bis hin zu Flugregelung und Sensorik. Ergänzt wird die Lehre durch Zukunftsthemen wie Beyond-Visual-Line-of-Sight-(BVLOS)-Missionen, autonome Flugsteuerung, Sensorsysteme für Navigation und Fernerkundung sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen des unbemannten Luftverkehrs. Mit Werkzeugen wie Matlab/Simulink und praxisnahen Laborversuchen erwerben die Studierenden Kompetenzen in einem der dynamischsten Wachstumsfelder der Luftfahrt.

Die Einführung des Moduls greift zugleich ein zentrales Handlungsfeld der Hamburger Urban Air Mobility (UAM)-Strategie auf. Diese sieht den Ausbau von Aus- und Weiterbildungsangeboten als wesentliche Voraussetzung für den Aufbau einer leistungsfähigen Drohnenwirtschaft. Ziel ist es, Fachkräfte mit Drohnenkompetenz auszubilden und die Integration von UAM-Themen in die Hochschullehre weiter zu stärken. Mit dem neuen Lehrangebot leistet die HAW Hamburg einen konkreten Beitrag dazu, Hamburg als führenden Bildungs- und Innovationsstandort für unbemannte Luftfahrtsysteme weiterzuentwickeln.

Praxis und Anwendung im Vordergrund

Der Studiengang ist stark anwendungsorientiert konzipiert. Ein 22-wöchiges Industriepraktikum im siebten Semester sowie eine industrienah oder in Forschungsprojekten verfasste Bachelorarbeit gewährleisten den Praxistransfer. Weiterhin wird das Studium in dualer Form in Kooperation mit Unternehmen wie Airbus Deutschland, Lufthansa Technik oder Diehl Aviation angeboten. Internationale Erfahrung lässt sich zudem durch Auslandssemester an Partnerhochschulen integrieren.

Für die weiterführende akademische Qualifikation steht Absolventinnen und Absolventen zudem weiterhin der etablierte Masterstudiengang Flugzeugtechnik offen.