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Low-Cost-Marktanteil in Europa: Neue DLR-Analyse aus Hamburg liefert Vergleichszahlen


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Wie stark sind Billigfluggesellschaften aktuell im europäischen Luftverkehr vertreten – und wo steht Deutschland im Vergleich? Eine aktuelle Auswertung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gibt darauf fundierte Antworten. Die Analyse stammt vom DLR-Institut für Luftverkehr mit Sitz in Hamburg – einem bedeutenden Forschungsstandort innerhalb des norddeutschen Luftfahrtclusters. Ein Drittel aller innereuropäischen Flüge (rund 30 Prozent) wurde in einer Referenzwoche im Januar 2025 von Low-Cost-Carriern durchgeführt. 

Obwohl der Anteil der Low-Cost-Angebote am europäischen Luftverkehrsangebot im Vergleich zu 2019 mehr oder weniger stabil bei rund 30 Prozent liegt, ist der entsprechende Anteil in Deutschland im selben Zeitraum von 32 Prozent auf 21,4 Prozent gesunken und liegt deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. Grund: Europas größter Low-Cost-Anbieter Ryanair hat sein Angebot in Europa deutlich ausgeweitet (um etwa 12 Prozent), während es in Deutschland im gleichen Zeitraum stark gedrosselt wurde, um etwa 33 Prozent.

Besonders hohe Low-Cost-Anteile zeigen sich laut DLR in Ländern wie der Slowakei, Irland und Spanien. Im Ländervergleich ist Deutschland an fünfter Stelle, hinter Spanien, Großbritannien, Italien und Frankreich. Auf Flughäfenebene verzeichnen in Deutschland Flughäfen wie Memmingen, Weeze oder Hahn einen Low-Cost-Anteil von über 90 Prozent. 

Das neue Format „DLR MONITOR Luftverkehr und Low-Cost“ ersetzt den bisherigen „DLR Low Cost Monitor“ und liefert erstmals auch globale Analysen des Low-Cost-Markts sowie weitere Einordnungen und Auswertungen.

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