Hamburg baut seine Vorreiterrolle in der Drohnenwirtschaft weiter aus. Mit der neuen Urban-Air-Mobility-Strategie (UAM) schafft Hamburg einen umfassenden strategischen Rahmen für den Einsatz von Drohnen und automatisierten Luftfahrtsystemen im urbanen Raum. Der Strategieprozess wurde von der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation initiiert und gemeinsam mit Akteurinnen und Akteuren aus Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung entwickelt. Eng begleitet wurde er vom Luftfahrtcluster Hamburg Aviation e.V. und dem Drohnennetzwerk Windrove.
Dr. Melanie Leonhard, Senatorin für Wirtschaft, Arbeit und Innovation: „Hamburg soll ein europäisches Zentrum für Urban Air Mobility werden – ein Ort, an dem neue Drohnenanwendungen entwickelt, erprobt und schnell in die Praxis gebracht werden. Mit unserer Strategie schaffen wir die Voraussetzungen, damit innovative Technologien sicher und sinnvoll in der Stadt eingesetzt werden können.“
Drohnen und automatisierte Luftfahrtsysteme bieten vielfältige Möglichkeiten für Städte, Behörden und Unternehmen. Hamburg hat dieses Potenzial früh erkannt und ist bereits seit 2018 europäische Modellstadt für Urban Air Mobility mit einem starken Netzwerk aus Industrie, Forschungseinrichtungen und Start-ups im Bereich unbemannter Luftfahrtsysteme.
Mit der nun veröffentlichten UAM-Strategie schafft Hamburg erstmals einen strukturierten Rahmen für die Weiterentwicklung dieses Ökosystems. Ziel ist es, die Metropolregion bis 2030 zu einem international sichtbaren Leitstandort für Anwendungen der Urban Air Mobility zu entwickeln. Die Einsatzfelder in Hamburg sind breit gefächert: Sie reichen von Infrastrukturinspektionen und Vermessung über Logistik bis hin zu medizinischen Transporten, Katastrophenschutz sowie der Unterstützung von Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wie Polizei und Feuerwehr.
Eine besondere Herausforderung ist dabei der komplexe Luftraum über Hamburg mit zwei Flugplätzen und weitgehend kontrolliertem Luftraum. Die Strategie adressiert diese Rahmenbedingungen und definiert sechs zentrale Handlungsfelder für den Aufbau eines leistungsfähigen und sicheren UAM-Ökosystems: Anwendungsbereiche und Wertschöpfungsketten, Technologie und Industrie, Infrastruktur, Finanzierung, Aus- und Weiterbildung sowie Regulatorik. Zwei grundlegende Leitlinien ziehen sich dabei durch alle Handlungsfelder: gesellschaftliche Akzeptanz und ökologische Verträglichkeit der neuen Technologie.
Die Strategie ist das Ergebnis eines breit angelegten Beteiligungsprozesses mit Vertreterinnen und Vertretern aus Industrie, Start-ups, Forschungseinrichtungen und öffentlichen Institutionen. Ziel war es, Perspektiven aus Technologieentwicklung, Regulierung und praktischer Anwendung zusammenzuführen.
Auch die Umsetzung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit der Drohnenwirtschaft. Aufbauend auf bestehenden Pilotprojekten sollen künftig skalierbare Anwendungen und neue wirtschaftliche Perspektiven für die Branche entstehen.
Die vollständige Urban-Air-Mobility-Strategie ist online HIER abrufbar.
