Erfolgreiche Delegationsreise der Hamburger Luftfahrtcommunity nach Montréal


Datum

Montréal, 12.–16. April 2026 – Im Rahmen der deutsch‑kanadischen Luftfahrtkooperation hat eine über 50‑köpfige Delegation aus den deutschen Bundesländern Bayern, Baden‑Württemberg, Berlin/Brandenburg, Bremen, Hamburg und Niedersachsen die Stadt Montréal besucht. Die Reise bot zahlreiche Gelegenheiten zum Austausch, zur Präsentation deutscher Innovationskraft und zur Vertiefung transatlantischer Partnerschaften.

Auftakt in Montréal

Am Sonntag, dem 12. April, traf die Delegation individuell am Pierre‑Elliott‑Trudeau‑International‑Airport ein. Noch vor dem offiziellen Teil versammelten sich die Teilnehmenden in den Räumen des Büros des Bayerischen Staatsministeriums in Montréal zu einem informellen Get‑Together. Der Abend wurde durch ein politisches Briefing mit der deutschen Botschafterin in Kanada, Tjorven Bellmann, abgerundet, das einen ersten Überblick über die strategischen Ziele der Delegation gab.

Teilnahme am International Aerospace Innovation Forum

Am Montag und Dienstag, dem 13. und 14. April, nahm die gesamte Delegation am International Aerospace Innovation Forum im Montreal Congress Center teil, welches von Aéro Montréal organisiert wurde. Die deutschen Vertreter präsentierten ihre Unternehmen an einem Gemeinschaftsstand und nutzten die Plattform, um gezielte Gespräche mit internationalen Partnern zu führen. Drei Sprecherinnen und Sprecher aus Hamburg standen auf der Hauptbühne und stellten diskutierten mit weiteren Panelisten zu Innovationszonen, internationaler Zusammenarbeit in der Luftfahrtforschung und die Transformation durch KI-Anwendungen in der Luftfahrt. Einer der Höhepunkte des Forums war die Verleihung des Innovation Recognition Award an das Hamburg Aviation Mitglieds Soji AI, ein klares Signal für die Innovationsstärke des Hamburger Netzwerks.

Netzwerkveranstaltung und Sichtbarkeit

Nach dem offiziellen Teil des Forums wurde ein gemeinsamer deutscher Empfang im renommierten Anwaltsbüro Gowling WLG ausgerichtet. Dort traf die Delegation auf ausgewählte Vertreter aus der lokalen Luftfahrtindustrie, um mögliche Kooperationsfelder zu diskutieren. Der Empfang war nicht nur ein Ort des informellen Austauschs, sondern zeigte auch die hohe Sichtbarkeit der deutschen Luftfahrtakteure in Montréal.

Unternehmensbesuche und Praxisbeispiele

Am Mittwoch, dem 15. April, startete die Delegation zu einer Reihe von Unternehmensbesichtigungen. Nach einer morgendlichen Busfahrt besuchten die Teilnehmenden Airbus Canada, Avianor und das Innovationszentrum YMX. Der Besuch bei YMX und eine Präsentation des CRIAQ (Consortium for Research and Innovation in Aerospace in Quebec) verdeutlichte die Bedeutung von Forschungspartnerschaften für die Weiterentwicklung nachhaltiger Luftfahrtsysteme. Im Anschluss folgten Besichtigungen bei Samuel Son & Co. sowie L3 Harris MAS, bei denen insbesondere die neuesten Entwicklungen im Bereich Avionik, MRO und Verteidigungstechnologie präsentiert wurden. Der Abend wurde mit einem gemeinsamen Abendessen fortgesetzt, das den Delegierten Raum für vertiefte Gespräche bot.

Am Donnerstag, dem 16. April, stand das Meloche Innovation Lab sowie das Groupe DCM auf dem Programm. Die beiden Unternehmen stellten ihre Aktivitäten im Bereich Materialforschung, Leichtbau Additive Fertigung und Robotik vor – Schlüsseltechnologien für die Reduktion von Emissionen in der Luftfahrt. Anschließend standen weitere Besuche bei Bombardier, CAE und thyssenkrupp an. Diese Termine ermöglichten Einblicke in die aktuellen Programme, z.B. in die Entwicklung von Trainingssimulatoren und in die Fertigung von Flugzeugkomponenten.

Abschluss und Ausblick

Die Delegationsreise endete am späten Nachmittag des 16. April mit dem Transfer zum Flughafen, von wo die Teilnehmenden nach Deutschland zurückkehrten. Der Besuch hat nicht nur die Sichtbarkeit der Deutschen und Hamburger Luftfahrtcommunity in Nordamerika gestärkt, sondern auch konkrete Ansatzpunkte für zukünftige Zusammenarbeit geschaffen. Besonders die Auszeichnung von Soji AI, die Übergabe von Luftfahrt‑Experimentierkästen an die Alexander‑von‑Humboldt‑Deutsche‑Internationale‑Schule in Montréal sowie die intensiven Gespräche mit führenden kanadischen Unternehmen verdeutlichen das Potenzial einer langfristigen, innovationsgetriebenen Partnerschaft.

Hamburg Aviation wird die gewonnenen Impulse nutzen, um die Vernetzung zwischen deutschen und kanadischen Akteuren weiter zu intensivieren und die Position Hamburgs als internationalen Innovationsstandort im Luftfahrtsektor nachhaltig zu festigen.