Drone Barcamp 2026: Die Community setzt die Themen


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Welche Fragen beschäftigen die Drone-Economy aktuell? Beim zweiten Drone Barcamp am 30. September 2026 an der HAW Hamburg kam die Antwort direkt aus der Community. Gemeinsam mit der UAM-InnoRegion-SH und der Fakultät Luftfahrt- und Fahrzeugsysteme der HAW Hamburg brachte Windrove Akteur*innen aus unterschiedlichen Bereichen zusammen, um Erfahrungen zu teilen, Fragestellungen zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.

Nach der Premiere 2025 in Schleswig-Holstein fand das Drone Barcamp in diesem Jahr erstmals in Hamburg statt. Den Auftakt bildeten die Begrüßungen von Dr. Astrid Szogs und Michael Vollrath von Hamburg Aviation sowie Prof. Dr. Thomas Kletschkowski von der HAW Hamburg.

Vom Proof of Technology zum Proof of Value

Den inhaltlichen Einstieg gab Dr. med. Mina Carolina Baumgarten. Sie ist Ärztin und Krankenhausmanagerin mit langjähriger Expertise in der Weiterentwicklung moderner Versorgungsstrukturen. Als Projektleiterin von MV|LIFE|DRONE hat sie den Einsatz unbemannter Luftfahrtsysteme für die medizinische Versorgung wissenschaftlich untersucht und praktisch erprobt. Ihr Fokus liegt darauf, wie unbemannte Luftlogistik sinnvoll in die Gesundheitsversorgung integriert werden kann, um medizinische Hilfe schneller, verlässlicher und auch in ländlichen Regionen verfügbar zu machen. Aktuell verantwortet sie das Projekt LIFEDRONE-Tidelands. In ihrem Impuls „Vom Proof of Technology zum Proof of Value“ richtete sie den Blick darauf, welche Herausforderungen bewältigt werden müssen, damit UAS tatsächlich dazu beitragen können, die Gesundheitsversorgung abzusichern.

Anschließend übernahmen die Teilnehmenden das Programm. Denn beim Barcamp steht die Agenda nicht bereits Wochen vorher fest: Themen und Fragestellungen werden am Veranstaltungstag eingebracht und gemeinsam zu Sessions zusammengestellt.

Von Akzeptanz bis Multi-Drohnen-Koordination

Das Ergebnis zeigte, wie breit die aktuellen Fragestellungen rund um UAS sind. Diskutiert wurden unter anderem Akzeptanz ziviler Drohnen, Ausfallsicherheit und regulatorische Anforderungen an Batteriesysteme, Finanzierungsmöglichkeiten, Drohneninnovationszentren sowie der wirtschaftliche Einsatz von LiDAR-Sensorik in der Land- und Forstwirtschaft.

Weitere Sessions beschäftigten sich mit Drohnenflügen an und auf Flughäfen, der Detektion von Buschfeuern und Waldbränden durch Drohnenschwärme, Abflugstrategien für die Multi-Drohnen-Koordination, SORA sowie der Entwicklung und Verbesserung von Drohnen im praktischen Einsatz. Auch Ideen für neue Forschungsprojekte und Veranstaltungsformate fanden ihren Platz auf dem Sessionboard.

Austausch auch abseits der Sessions

Zwischen den Sessionrunden bot die begleitende Ausstellung weitere Möglichkeiten, Projekte, Technologien und Akteur*innen kennenzulernen und miteinander ins Gespräch zu kommen. Mit dabei waren der studentische Verein Neues Fliegen, das DLR, das Leibniz-Institut, Parasol und KDS DroneTec.

Damit wurde das Drone Barcamp erneut zu dem, was das Format ausmacht: ein Ort für offene Fragen, Erfahrungen aus der Praxis, neue Kontakte und Perspektiven, die in einem klassischen Konferenzprogramm vielleicht keinen Platz gefunden hätten.

Vielen Dank an alle Teilnehmenden, die ihre Themen eingebracht und die Sessions mit Leben gefüllt haben, an unsere Aussteller sowie an die UAM-InnoRegion-SH und die HAW Hamburg für die gemeinsame Umsetzung. Wir freuen uns darauf, viele der angestoßenen Diskussionen weiterzuführen.