URBAN AIR MOBILITY

UAM Initiative & Netzwerk WiNDroVe

  • Urban Air Mobility (UAM) Initiative der von der EU-Kommission

Urban Air Mobility Initiative der Europäischen Union

Als eine der ersten Städte ist Hamburg im Juni 2018 offiziell in der Urban Air Mobility (UAM) Initiative der von der EU-Kommission unterstützten Europäischen Innovationspartnerschaft für Smart Cities (EIP-SCC) begrüßt worden. Hamburg ist damit offizielle Modellregion für die Erschließung ziviler Nutzungsmöglichkeiten von Drohnen- und anderen urbanen Luftverkehrstechnologien.

In enger Zusammenarbeit von Industrie, Hochschulen und Behörden sollen in den nächsten Jahren Nutzungsszenarien für den systematischen Einsatz von neuen Fluggeräten in der Metropolregion erarbeitet werden, etwa für den zeitkritischen Transport von medizinischem Gut, oder für die Überprüfung und Wartung von großen Infrastrukturen wie Hafenbrücken oder Windrädern.
 

„Mit international sichtbaren Kernbranchen wie Luftfahrt, maritimer Logistik, Windenergie oder Life Science ist Hamburg geradezu dafür prädestiniert, neue smarte Anwendungsfelder für Drohnen im zivilen Bereich zu entwickeln, von denen Wirtschaft und Bevölkerung gleichermaßen profitieren. Als Austragungsort des ITS-Kongresses 2021 freuen wir uns darauf, bereits jetzt auf europäischer Ebene den Dialog in diesem Wachstumsmarkt mit zu gestalten“, sagt Frank Horch, Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation.

Zu den Hamburger Beteiligten zählen neben der

  • Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation
  • unter anderem auch Lufthansa Technik,
  • mehrere Hochschulen,
  • sowie das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung.

Weitere Informationen zur Urban Air Mobility Initiative:

eu-smartcities.eu/initiatives/840/description

Mögliche Anwendungsfelder: Eilige Transporte oder Wartung von Windrädern

Die „Urban Air Mobility“ Initiative wird von der Europäischen Kommission gefördert und ist Teil der Europäischen Innovationspartnerschaft für „Smart Cities“, in deren Rahmen innovative und bürgernahe Anwendungsszenarien für zukunftsweisende Technologien entwickelt werden sollen. Hintergrund ist der wirtschaftliche Schaden durch Staus, der europaweit auf über 100 Milliarden Euro geschätzt wird - pro Jahr und mit steigender Tendenz. Dazu kommen weitere Ärgernisse, beispielsweise, wenn Brücken für Wartungsarbeiten voll gesperrt werden müssen, oder gar Risiken – etwa, wenn sich wichtige medizinische Behandlungen verzögern, weil Blutkonserven durch dichten Verkehr nicht rechtzeitig im Krankenhaus sind. Die gezielte Nutzung von unbemannten Fluggeräten („Drohnen“), könnte hierbei nicht nur Zeit und Geld sparen, sondern auch die Entstehung neuartiger Dienstleistungen in Metropolregionen fördern.

 

Neben Hamburg gehören weitere europäische Metropolregionen wie Genf zur Urban Air Mobility Initiative, mit denen ein stetiger Austausch erfolgen soll.

Inhaltlicher Koordinator des Projekts ist Airbus. Institutionelle Projektpartner sind die Europäische Organisation zur Sicherung der Luftfahrt, Eurocontrol, sowie die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA).

  • Netzwerk WiNDroVe – Pioneering urban air systems

Netzwerk WiNDroVe – Pioneering urban air systems

Das Netzwerk WiNDroVe  fördert – und dafür steht das Akronym – die wirtschaftliche Nutzung von Drohnen in Metropolregionen, bzw. eines drohnenbasierten Luftverkehrssystems, auf übergeordneter Ebene. Dazu bringt das Netzwerk seit 2017 in verschiedenen Formaten und Projekten Nutzer, Gestalter und Anbieter von Drohnen-basierten Services und Produkten zusammen. Durch einen offenen und lösungsorientierten Austausch sollen kommerzielle UAV-Anwendungen in urbanen Regionen sicher und fair eingesetzt und weiterentwickelt werden. (UAV = unmanned aerial vehicle)

Ein Schwerpunkt in diesem Zusammenhang ist die Analyse und Gestaltung der Rahmenbedingungen für die kommerzielle Nutzung von UAV. Um sich mit dieser Herausforderung zu befassen, eignet sich Hamburg besonders gut: Die Stadt weist zahlreiche etablierte Wirtschaftszweige wie Logistik, Luftfahrt und Erneuerbare Energien auf, in denen ein kommerzieller Einsatz von Drohnen nahe liegt. Gleichzeitig hat der Stadtstaat den Vorteil der "kurzen Wege", wenn es um behördliche Regulierungsfragen geht - denn diese sind insbesondere über dicht besiedelten Gebieten wie der Stadt Hamburg ein entscheidender Faktor.

Bei WiNDroVe setzt das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung auf seine Rolle als neutrale Plattform und Moderator für das organisations- und clusterübergreifende Netzwerk. Somit liegt für den Luftfahrtstandort auch ein Ohr am „drohnenden“ Ökosystem, um gemeinsame Interessen und Fragestellungen mit Lösungsinhabern und bereits existierenden, guten Beispielen zu verbinden. Daraus entstehen neue Projekte und Beteiligungen mit Netzwerkpartnern – so wie beim DLR Projekt „City ATM“ – und die Steigerung von Austausch und Sichtbarkeit – auch auf bundesweiter und internationaler Ebene.

Kontakt

Christina Große-Möller
Manager Netzwerk WiNDroVe
ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung GmbH
windrovezal.aero

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