Hamburg Aviation vergibt den Nachwuchspreis 2018 // Preisverleihung im Rahmen des Hamburg Aviation Forum zum Thema Branchennachwuchs

Maximilian Schutzeichel von der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg und Lennart Finger von der Privaten Hochschule Göttingen (Hansecampus Stade) erhielten am Donnerstag den Hamburg Aviation Nachwuchspreis 2018 für die beste Abschlussarbeit zu einem luftfahrtrelevanten Thema. Beide Sieger, die ihre Abschlussarbeit mit einem in der Metropolregion ansässigen Unternehmen umgesetzt haben – Finger mit CTC Stade, Schutzeichel mit Airbus – konnten die Trophäe im Rahmen des 53. Hamburg Aviation Forum im Hotel Hafen Hamburg entgegen nehmen. Das Forum widmete sich dem umfassenden Wandel der Arbeitswelt Luftfahrt aus verschiedenen Perspektiven.

Das Composite Technology Center Stadt (CTC GmbH) hatte 2017 gleich beide Sieger des Nachwuchspreises betreut. Dieses Jahr konnte das Unternehmen gemeinsam mit Lennart Finger, Absolvent der Privaten Hochschule Göttingen (Hansecampus Stade) erneut einen Nachwuchspreis in der Kategorie „Bachelorarbeit“ für sich verbuchen. Am Beispiel eines komplexen Halters eines Airbus-Flugzeugs zeigte Finger, welches Gewichtspotenzial diese Bauteile freilegen, wenn sie nicht mehr aus Metall, sondern aus Faserverbundwerkstoffen im 3D-Druck-Verfahren hergestellt werden. Hierzu wurde das Bauteil mit einer Software für ein entsprechendes Design optimiert und hinsichtlich seiner Fertigungsmöglichkeiten analysiert.

Das erstplatzierte Konzept in der Kategorie „Master“ wurde von Maximilian Schutzeichelvon der HAW Hamburg in Kooperation mit Airbusverfasst. Schutzeichels prämierte Abschlussarbeit überzeugte mit seiner Untersuchung von Kunststoff-Elektrolyt beschichteten, leitfähigen Kohlefasern. Diese betrachtete er hinsichtlich ihrer Verwendungsmöglichkeiten in zukünftigten Flugzeugbatterien mit Blick auf die gewichtsreduzierenden Eigenschaften.

Ruben Czichos von der TU Darmstadt erhielt den zweiten Platz in der Kategorie „Master“. Ebenfalls in erfolgreicher Kooperation mit der CTC GmbH betrachtete der Absolvent Kombinationen aus Faser-Kunststoffverbunden mit Hartschaum – eine Sandwichstruktur, die, verwendet für Kabinenbauteile, gewichtssparend wirken könnte.

Der dritte Platz für die beste Masterarbeit ging an Jonathan Evenson von der TU Hamburg. Seine am Institut für Laser- und Anlagesystemtechnik entstandene Arbeit beschäftigte sich mit der Entwicklung und dem Test zwei mithilfe von 3D-Druck gefertigter Wärmeüberträger. Diese Plattenwärmeübertrager sind eine spezielle Form der Wärmeübertrager, in denen Energie von einem auf einen anderen Stoff übergeht. Die Geometrien der Wärmetauscher, die nicht mit traditionellen Herstellungsverfahren hergestellt werden können, ermöglichen eine gezielte Kontrolle von Flüssigkeiten und führen zu einem hohen Wirkungsgrad.

Den zweiten Platz in der Kategorie „Bachelor“ belegte Luca Müller (HAW Hamburg, in Kooperation mit Airbus)mit seiner Untersuchung der vollautomatischen Montage von Nietverbindungen, um Mitarbeiter von körperlich belastenden Aufgaben zu befreien. In Laborversuchen mit einem kollaborierendem Roboter konnte er die grundsätzliche Machbarkeit des Konzepts belegen.

Vivian Kriewall untersuchte anhand eines Modellflugzeugs mit vier elektrischen Antrieben entlang der Tragflächen, welchen Einfluss ein gekürztes Seitenleitwerk auf das Flugverhalten des Flugzeugs besitzt.  Der TU Hamburg Absolvent sicherte sich mit dieser Ideen den dritten Platz des Hamburg Aviation Nachwuchspreises.

Zu den weiteren Finalisten gehörten Armin Rachwalik, der im Hinblick auf das 2022 erwartete Produktionsprogramm bei Airbus mithilfe einer Simulation zentrale und dezentrale Produktionsnetzwerke für die additive Fertigung