Hamburg Aviation Nachwuchspreis 2019 geht an TU Hamburg und RWTH Aachen // Verleihung im Rahmen des Hamburg Aviation Forums zu Künstli-cher Intelligenz

Hamburg, 15. November 2019: Dominik Pridöhl von der RWTH Aachen und Christoph Schrock von der TU Hamburg erhielten am Donnerstagabend den Hamburg Aviation Nachwuchspreis 2019 für die besten Abschlussarbeiten zu einem luftfahrtrelevanten Thema. Über den Sieg freuen sich neben den Hochschulen auch die betreuenden Unternehmen CTC Stade und Airbus. Überreicht wurden die Trophäen im Rahmen des 56. Hamburg Aviation Forum im Hotel Hafen Hamburg. Das Forum widmete sich der Veränderung der Industrie durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz.

Das Composite Technology Center Stade (CTC GmbH) stellt im dritten Jahr in Folge einen Sieger des Nachwuchspreises:  Dominik Pridöhl, Absolvent der RWTH Aachen (Rheinisch-Westfälische Technische Universität Aachen) konnte die Auszeichnung in der Kategorie „Bachelorarbeit“ für sich verbuchen. Im Rahmen seiner Bachelorarbeit entwickelte er eine Methodik zur Optimierung für im 3D-Druck-Verfahren hergestellte Faserverbundstoffe. Die von Pridöhl entwickelte Software gibt bei Eingabe von Anforderungen an ein Bauteil eine in Gestalt und Faserorientierungen optimierte Struktur aus, die als Grundlage für den 3D-Druck-Prozess dient.

Das erstplatzierte Konzept in der Kategorie „Master“ wurde von Christoph Schrock von der Technischen Universität Hamburg in Kooperation mit Airbus verfasst. In der Masterarbeit wurden neuartige Berechnungsmethoden untersucht, mit denen sich die wahrscheinliche Lebensdauer additiv gefertigter Flugzeugkomponenten aus Metall vorhersagen lässt. Durch Anwendung solcher Methoden bei der Gestaltung eines Bauteils kann auf einzelne Nachbearbeitungsschritte verzichtet und damit der Fertigungsaufwand verringert werden.

Die Sieger, Finalisten und Sponsoren des Hamburg Aviation Nachwuchspreises im Bild

Mit dem Nachwuchspreis gibt Hamburg Aviation engagierten Hochschulabsolventen die Möglichkeit, dem Luftfahrtstandort ihre Ideen und Innovationen zu präsentieren. Zur siebten Ausgabe des Preises wurden Bewerbungen von 16 Hochschulen eingereicht. Sie alle eint, dass die Studienarbeiten einen direkten Bezug zum Luftfahrtstandort Hamburg aufweisen.

Die diesjährig prämierten Abschlussarbeiten widmen sich erneut hoch aktuellen Fragestellungen für die Luftfahrtindustrie. Dies ist neben der Lehre den starken Partnern hier am Standort zu verdanken, die die Studierenden bei ihrer Abschlussarbeit motivieren, von der Idee zur Anwendbarkeit zu denken. Dass dieses Jahr mehr als ein Drittel der Bewerbungen für den Hamburg Aviation Nachwuchspreis von Absolventinnen eingereicht wurde, ist überdies ein erfreuliches Signal, dass in den luftfahrtrelevanten Studiengängen Diversität großgeschrieben wird.“,freut sich Univ. Prof. Dr. – Ing. Jens Peter Wulfsberg, Leiter des Laboratoriums Fertigungstechnik an der Helmut-Schmidt-Universität und Jurymitglied des Hamburg Aviation Nachwuchspreises.

Die Sieger des Hamburg Aviation Nachwuchspreises dürfen sich über ein Preisgeld von je 1.500 Euro sowie die kostenlose Teilnahme an den Hamburg Aviation Foren des nächsten Jahres freuen. Hamburg Aviation-Mitglied Krüger Aviation sponserte erneut Trophäen aus eigener Produktion. Verliehen wird der Hamburg Aviation Nachwuchspreis von Hamburg Aviation mit Unterstützung der Sponsoren Airbus, Krüger Aviation und Lufthansa Technik.

Blick in die Zukunft: Hamburg Aviation Forum widmet sich konkretem K.I.-Einsatz

Passend zum Blick in die Zukunft widmete sich das Hamburg Aviation Forum dem Wandel der Industrie durch den zunehmenden Einsatz Künstlicher Intelligenz. Neben einer Einführung in das Trendthema K.I. durch die Universität Hamburg und einem Podiumsgespräch mit Vertretern von Airbus, DLR, Lufthansa Technik, dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung und dem Lübecker Data-Unternehmen VecCtor zeigten die Beiträge konkrete Beispiele für die Anwendung intelligenter Software in der Luftfahrt auf. So nutzt Diehl Aviation Möglichkeiten der Sprachsignalverarbeitung, um den Waschraum im Flugzeug auch bewegungseingeschränkten Passagieren zugänglich zu machen. Synergeticon und Scholz Mechanik stellten Einsatzmöglichkeiten und Voraussetzungen von K.I.-Anwendungen im Shop-Floor vor. In einer interaktiven Pitch-Session bekamen die drei K.I.-Startups Jobmatch.me, Panda und Carrypicker die Möglichkeit, sich vorzustellen.