Mit Umstellung der Emirates-Flugverbindung zwischen Hamburg und Dubai auf Airbus A380 kommt der Super-Jumbo täglich zurück an seinen "Geburtsort"

Hamburg, 29. Oktober 2018 –Als weltweit einziger Standort neben London finden sich in Hamburg künftig gleich zwei Orte, an denen der Airbus A380 regelmäßig zu sehen ist. Mit der Umstellung einer der zwei täglichen Emirates-Flugverbindungen vom Helmut Schmidt Airport in Hamburg nach Dubai kommt das weltgrößte Passagierflugzeug nun regelmäßig wieder zurück „nach Hause“. Denn ein Großteil der weltweiten A380-Flotte, darunter sämtliche 105 bislang bei Emirates im Einsatz stehenden Flugzeuge des Musters, wurde im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder ausgeliefert. Die Entscheidung des Konzerns im Jahr 2000, die Stadt zum A380-Produktionsstandort zu machen, gilt durch seine Signalwirkung als wesentlicher Meilenstein für den Aufstieg Hamburgs unter die größten Luftfahrtstandortorte der Welt.

Mit einer maximal möglichen Konfiguration von 853 Sitzen ist der Airbus A380 das größte in Serie produzierte Passagierflugzeug der Luftfahrtgeschichte. In seiner täglichen A380-Verbindung zwischen Hamburg und Dubai bringt Emirates eine Drei-Klassen-Bestuhlung mit 516 Sitzplätzen zum Einsatz, darunter 14 Suiten in der First Class und 76 Flachbettsitze in der Business Class. Die Installation der Kabine erfolgt vollständig bei Airbus in Hamburg-Finkenwerder und wird vor der Auslieferung in einem mehrstündigen Testflug über Norddeutschland auf ihre Funktionstüchtigkeit erprobt.

A380-Standort Hamburg: Überblick auf www.hamburg-aviation.de

Im Airbus-Werk in Finkenwerder werden große Teile der Rumpfsektionen gefertigt, sowie die Lackierung und Kabinenausstattung aller Airbus A380 vorgenommen. Im Airbus-Werk in Stade erfolgt die Produktion des Seitenleitwerks der A380. Zudem sind zahlreiche Zulieferunternehmen aus der Metropolregion Hamburg am Bau des Super-Jumbos beteiligt, darunter Diehl Aviation, die unter anderem die international bekannte Duschkabine für die First Class der Emirates A380 verantworten, VINCORION, mit einem Fahrstuhl für Kabinen-Trolleys, oder Innovint, unter anderem mit Baby-Bettchen und Zeitschriftenhalter.

Hamburg wird weltweit 61. A380-Destination

Hamburg ist die weltweit 61. Stadt, die mit A380 im Liniendienst bedient wird. Zu den bedeutendsten A380-Destinationen zählen Dubai, London und Los Angeles. Um den Super-Airbus täglich abfertigen zu können, investierte der Hamburger Helmut-Schmidt-Airport nachhaltig in die Bodeninfrastruktur, darunter 750.000 Euro für eine dritte Fluggastbrücke zur direkten Anbindung des A380-Oberdecks.

“Hamburg ist weltweit der drittgrößte Standort der zivilen Luftfahrtindustrie. Über 300 Unternehmen mit insgesamt mehr als 40.000 Beschäftigten sind in Hamburg in dieser Branche tätig. Mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt und dem Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung ist die Hansestadt europaweit führend bei der Entwicklung innovativer Luftfahrttechnik. Als internationaler Wirtschaftsstandort und ‚Tor zur Welt‘ haben wir ein großes Interesse an einem effizienten, leistungsfähigen und zuverlässigen Luftverkehr“, sagt Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. „Das Airbus-Werk in Finkenwerder ist an der Endmontage des A380 beteiligt. Im Einsatz für Emirates startet und landet nun einmal täglich ein Flugzeug der größten Airbus-Bauart am Hamburg Airport Helmut Schmidt.“

 „Das A380-Programm bedeutete für Hamburg den Aufbruch in ein neues Zeitalter. Der damalige Zuschlag für unsere Region stellte die Weichen für viele spätere Meilensteine der Standortentwicklung, wie der Aufstieg zum größten Produktionsstätte der Airbus-A320-Baureihe und der Bau des ZAL Zentrums für Angewandte Luftfahrtforschung“, ergänzt Dr. Franz Josef Kirschfink, Geschäftsführer des Clusters Hamburg Aviation. „Wir freuen uns sehr, dass die A380 nun täglich zurück „nach Hause“ kommt und den Hamburg Airport, ein weiteres Ankerunternehmen unseres Standorts, anfliegt.“

Seit A380-Programmstart entstanden über 15.000 neue Luftfahrt-Jobs in Hamburg

Seit dem Start des A380-Programms im Jahr 2000 hat sich die Zahl der Arbeitsplätze in der Luftfahrt in der Metropolregion von 26.000 auf über 40.000 erhöht. Damit zählt Hamburg heute zu den drei größten Standorten der zivilen Luftfahrtindustrie weltweit. Während das „Flaggschiff“ A380 weithin sichtbares Aushängeschild des Airbus-Standorts ist, entfällt der Großteil der wirtschaftlichen Bedeutung mittlerweile auf die A320-Familie. Vom weltweit gefragten Kurz- und Mittelstreckenjet, der in der A321LR-Version seit kurzem auch auf dünn frequentierten Langstrecken eingesetzt werden kann, werden mittlerweile 50 Prozent der weltweiten Auslieferungen an der Elbe endgefertigt. Neben der Flugzeugproduktion gelten die Flugzeugkabinenentwicklung sowie das Geschäft mit Wartung, Überholung und Modifikation als Schwerpunktfelder des Luftfahrtstandorts.

Weitere Informationen:www.hamburg-aviation.de/luftfahrt-standort/hamburga380.html