Metropolregion Hamburg

Paris Air Show 2017: Wo Hamburg vertreten ist

14.06.2017Messen

Deutschlands wichtigster Luftfahrtstandort zeigt auf der Internationalen Paris Air Show (19. bis 25. Juni 2017) industriell und politisch starke Präsenz

Hamburg-Ticker auf der Paris Air Show: Neuigkeiten mit Hamburg-Bezug sowie Impressionen von der Messe aktualisieren wir während der Veranstaltungstage hier

Die 52. Internationale Paris Air Show (19. bis 25. Juni 2017 im französischen Le Bourget) ist der weltweit bedeutendste Termin der Luftfahrtindustrie in diesem Jahr. Als international drittgrößter ziviler Standort spielt auch Hamburg (Stand in Halle 2A, C280) wieder eine wichtige Rolle: Mit dem Airbus A321neo, der A380 und der A350-1000 haben drei der "fliegenden Stars" in diesem Jahr einen wesentlichen Bezug zum Standort an der Elbe. Hamburg selbst wird auf der Messe seine internationalen Kooperationen ausbauen, indem unter anderem eine offizielle Zusammenarbeit mit der portugiesischen Luftfahrtindustrie aus der Taufe gehoben wird. Zudem bringt die von Hamburg Aviation geleitete European Aerospace Cluster Partnership (EACP) am Freitag, den 23. Juni, Netzwerk-Manager von Luftfahrtstandorten aus der ganzen Welt zusammen.

Traditionell bieten die großen Luftfahrtmessen die Bühne für Vertragsunterzeichnungen zwischen Flugzeugherstellern und Airlines. Eine wesentliche Rolle spielt in diesem Jahr der Airbus A321neo: Die gestreckte Version des Mittelstreckenmodells A320, deren Endmontage (in der heute als A321ceo betitelten Version) vor genau 25 Jahren in Hamburg-Finkenwerder startete, hat sich mit inzwischen fast 3.200 Orders zu einem der erfolgreichsten Flugzeuge im Airbus-Portfolio entwickelt und soll als treibstoffeffiziente Langstreckenversion A321LR ab 2019 gar auf Transatlantik-Routen zum Einsatz kommen. Neben der A321neo, von der die Hälfte aller Flugzeuge in Hamburg ausgeliefert werden, werden im täglichen Flugprogramm von Paris auch der Airbus A380 und der neue Langstrecken-Airbus A350-1000 zu finden sein, dessen Kohlefaserrumpf maßgeblich in Stade mitentwickelt und in Norddeutschland produziert wird.

Die Metropolregion Hamburg zeigt jedoch nicht nur im Flugprogramm Flagge: Neben einer großen Anzahl norddeutscher Fachbesucher sind insgesamt 23 Mitglieder des Luftfahrtclusters Hamburg Aviation in der Ausstellerliste vertreten, darunter der Kabinen-Ausrüster Diehl, der 3D-Druck-Spezialist SLM Solutions oder das ZAL Zentrum für Angewandte Luftfahrtforschung. Letzteres ist gemeinsam mit Hamburg Aviation im Hanse-Pavillon in Halle 2A, C280, vertreten.

Auf dem Hamburg-Stand wird am Dienstag, 20. Juni, auch politischer Besuch erwartet: Hamburgs Staatsrat für Wirtschaft und Innovation Dr. Rolf Bösinger wird auf einem Messerundgang mit Ausstellern und Branchenvertretern ins Gespräch kommen und am Nachmittag zu einem offiziellen Empfang laden. Zudem wird gemeinsam mit Vertretern der portugiesischen Regierung eine Kooperationsvereinbarung (MoU) zwischen den Luftfahrtregionen Hamburg und Portugal unterzeichnet. Dadurch sollen insbesondere Zulieferunternehmen von beiden Seiten enger miteinander verbunden werden. Das südwesteuropäische Land gilt als europäischer Brückenkopf des brasilianischen Flugzeugbauers Embraer und hat insbesondere rund um die Städte Lissabon und Evora eine dynamische Luftfahrtszene hervorgebracht.

Am Freitag, den 23. Juni, lädt die aus der Hamburg-Aviation-Geschäftsstelle koordinierte Vereinigung der europäischen Luftfahrtstandorte (European Aerospace Cluster Partnership - EACP) erstmalig hochrangige Luftfahrt-Vertreter von Standorten weltweit zu einer Konferenz in die Pariser Innenstadt. Ziel soll es sein, den internationalen Austausch innerhalb der Branche zu verstärken. Keynotes werden von ACARE, Bombardier und Airbus kommen.

In den sieben Tagen der 52. International Paris Air Show erwarten die Veranstalter über 350.000 Besucher aus aller Welt. Auf dem über 130.000 Quadratmeter großen Messegelände werden insgesamt über 2.300 Aussteller und etwa 150 Flugzeuge zu sehen sein. Die International Paris Air Show findet zweijährig im Wechsel mit der Farnborough International Airshow in Großbritannien und der Internationalen Luft- und Raumfahrtausstellung (ILA) in Berlin-Schönefeld statt.


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