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Lufthansa-Taufe „Hamburg“: A380 für die A380-Stadt

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Unter dem Namen „Hamburg“ fliegt das jüngste Flaggschiff der Lufthansa, ein Airbus A380, fortan als Botschafter der Hansestadt um die Welt

Im Airbus-Werk in Hamburg-Finkenwerder erblickte er das Licht der Welt, am Donnerstag wurde er am Hamburg Airport getauft: Der jüngste und insgesamt zwölfte Airbus A380 in der Flotte der Lufthansa mit dem Kennzeichen D-AIML trägt nun den Namen "Hamburg". Die Zeremonie mit anschließendem Rundflug über Norddeutschland fand im Beisein von Hamburgs Erstem Bürgermeister Olaf Scholz sowie dem Vorstandsvorsitzenden der Deutschen Lufthansa AG, Carsten Spohr, statt. Für die Luftfahrtindustrie der Hansestadt, die an Konzeption, Bau und Auslieferung des Super-Airbus maßgeblich involviert ist, erfüllt sich damit ein langersehnter Wunsch.

"Die Beziehung zwischen Hamburg und dem Airbus A380 ist eine ganz besondere", betonte Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz im Rahmen der Feierlichkeiten. "Das Flugzeug ist in Hamburg mitentwickelt worden, die Kabine wird hier eingebaut, die Airbus-Kunden aus Europa und dem Nahen Osten nehmen hier ihre A380-Flugzeuge in Empfang und die Lufthansa Technik aus Hamburg betreut die A380-Flotte für die Deutsche Lufthansa AG." Laut Scholz haben Unternehmen und Politik mit dem A380 gemeinsam eines der größten Infrastrukturprojekte der Stadt entwickelt und etwa 14.000 industrielle Arbeitsplätze im Flugzeugbau entstehen lassen.

"Die Produktion der A380 ist zu einem Leuchtturm für Hamburg geworden, der international beachtet wird. Dies ist auch ein Ergebnis des erfolgreichen Schulterschlusses zwischen Unternehmen, Hochschulen, Institutionen und Politik, der hier in Hamburg geschafft wurde und den Luftfahrtstandort maßgeblich nach vorne gebracht hat", ergänzt Dr. Franz Josef Kirschfink, Geschäftsführer von Hamburg Aviation, dem Luftfahrtcluster der Metropolregion Hamburg.  "Dass sich die A380 "Hamburg" heute in die exklusive Riege anderer A380-Patenstädte wie "Peking", "Tokio" oder "New York" einreihen darf, ist nicht zuletzt auch als große Anerkennung der Lufthansa für die hier geleistete Arbeit zu sehen, und sollte uns Hamburger Standortbeteiligten ein Ansporn sein, unseren eingeschlagenen Weg fortzusetzen".

Insgesamt sind mehr als 40.000 Hamburgerinnen und Hamburger direkt in der Luftfahrt beschäftigt. Damit ist die Hansestadt der drittgrößte zivile Luftfahrtstandort der Welt. Neben den drei Ankerunternehmen Airbus, Lufthansa Technik und dem Hamburg Airport beheimatet der Standort über 300 Zulieferer, vier Hochschulen sowie zwei DLR-Institute und bildet als einzige deutsche Region die gesamte Wertschöpfungskette des Flugzeugbaus - von der Entwicklung bis zum Recycling - ab. Über 100 von Ihnen sind im Cluster Hamburg Aviation engagiert.

Auch der Airbus A380 ist zu einem beachtlichen Teil ein Produkt der Region: Große Teile des Rumpfes kommen aus Hamburg, das Seitenleitwerk aus Stade. Zwar findet die Endmontage des "Super-Airbus" in Toulouse statt. Anschließend werden die Flugzeuge jedoch nach Hamburg-Finkenwerder überführt, wo die Kabinenausrüstung und die Lackierung vorgenommen werden. Letztere nimmt allein zehn bis 15 Tage in Anspruch, wobei 531 kg Farbe auf die Außenhaut des Flugzeugs aufgetragen werden.

Die weiteren Dimensionen des mit 73 Meter Länge, knapp 80 Meter Spannweite und 24 Metern Höhe größten jemals in Serie gebauten zivilen Verkehrsflugzeugs sind ebenfalls beachtlich: Mehr als 500 Kilometer elektrische Kabel und gut vier Millionen Einzelteile von 1.500 Zulieferern aus 30 Ländern werden in der A380 verbaut. Das maximale Startgewicht liegt bei 560 Tonnen, das entspricht dem Gewicht von 110 Elefanten. Um die maximal möglichen 850 Passagiere an Bord zu bringen, wird eine "Parklücke" von 6.400 Quadratmetern benötigt - mehr als das Vierfache des Plenarsaals des deutschen Bundestags.

Die jetzt getaufte "Hamburg" ist der zwölfte von insgesamt 14 Airbus A380, der in die Lufthansa-Flotte stößt. Das erste Flugzeug wurde 2010 in Dienst gestellt und nach dem größten Lufthansa-Hub "Frankfurt am Main" benannt. Die weiteren A380 heißen "München", "Peking", "Tokio", "Johannesburg", "Zürich", "Wien", "New York", "Berlin", "Brüssel" und "Düsseldorf". Lufthansa setzt ihre A380 bislang ausschließlich von und nach Frankfurt am Main ein.

Weltweit wurden bis dato 128 Airbus A380 an Kunden ausgeliefert, weitere 196 sind bestellt. Die Auslieferung an den Kunden findet - je nach Herkunftsregion - in Toulouse oder in Hamburg statt. Airlines aus Europa und dem Nahen Osten erhalten ihre A380 an der Elbe - darunter auch Emirates, der mit 140 Bestellungen und 47 erfolgten Auslieferungen zurzeit größte Kunde des Flugzeugtyps.

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