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Hamburg Aviation kürt die besten Luftfahrtabsolventen

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Am 9. Oktober wurden mit dem Hamburg Aviation Nachwuchspreis talentierte Hochschulabsolventen aus der Luftfahrtbranche ausgezeichnet.

Junge Talente der norddeutschen Luftfahrtbranche mit innovativen Ideen fördern - dieses Ziel verfolgt Hamburg Aviation mit der Verleihung des Hamburg Aviation Nachwuchspreises. Bereits zum zweiten Mal zeichnete das Luftfahrtcluster talentierte Hochschulabsolventen und -absolventinnen für ihre herausragenden Abschlussarbeiten aus. Am 9. Oktober 2014 wurden die Sieger im Rahmen des 41. Hamburg Aviation Forums gekürt. Die Teilnahme kann sich sehen lassen: Die sechsköpfige Fachjury bewertete Einreichungen von Hochschulen aus ganz Deutschland.

Auf den ersten Platz wählte die Jury den HAW Hamburg-Absolventen Marc Spille mit seiner Masterarbeit "Waste management improvements in aircraft cabins using the example of a single aisle aircraft", die er in Kooperation mit der Airbus Operation GmbH schrieb. Die Abschlussarbeit beschäftigt sich mit dem Abfallmanagement in Flugzeugkabinen. Ergebnis war ein Vakuum-Müllkompaktor, der im Vergleich zum bisher genutzten Modell deutliche Gewichtseinsparungen, bessere Raumnutzung und eine einfachere Einbindung aufzeigt. Für diese Innovation bekam der Sieger ein Preisgeld von 1.500 Euro. Zudem darf er - wie auch die Zweit- und Drittplatzierten - ein Jahr lang kostenlos die Hamburg Aviation Foren besuchen. Der Preisträger präsentierte sein Konzept vor den Augen der 230 geladenen Gäste aus der Branche und strich vor allem Lob für die systematische Analyse des Themas sowie die breite Darstellung des Technikstandes ein.

Der zweite Platz ging an Oliver Bolte, der sein Studium ebenfalls an der HAW absolvierte und für seine Abschlussarbeit mit der Lufthansa Technik AG zusammenarbeitete. Für seine Masterarbeit mit dem Titel "Entwicklung einer Messvorrichtung zur Bestimmung des Rundlaufes eines Triebwerkrotors sowie Betrachtungen von Rundlaufabweichungen auf dessen Vibrationsverhalten", bekam er eine Einladung zum Galadinner mit anschließender Preisverleihung des Crystal Cabin Award 2015.

Den dritten Platz belegte Dimitrij Shulkin. Im Rahmen eines gemeinsamen Forschungsprojekts mit der Airbus Operations GmbH und der Uni Stuttgart schrieb der HAW-Absolvent seine Masterarbeit mit dem Titel "Investigations and Generation of Use-Cases for Automation of FEM Calculation of Cabin Floors in Aircraft". Dabei beschäftigte er sich mit der Ähnlichkeitsmechanik in der Flugzeugentwicklung.

Mit dem Nachwuchspreis gibt Hamburg Aviation engagierten Hochschulabsolventen die Möglichkeit, dem Luftfahrtstandort ihre Ideen und Innovationen zu präsentieren. Die Teilnehmer erwarten beste Vernetzungsmöglichkeiten innerhalb des Luftfahrtclusters: Sie kommen in direkten Kontakt mit den Mitgliedsunternehmen. So unterstützt Hamburg Aviation den Übergang von der akademischen Bildung in die berufliche Tätigkeit der Young Professionals. Ganz nach dem Leitgedanken des HCATs (Hamburg Centre of Aviation Training), des Gemeinschaftsprojekts der Stadt, Unternehmen, Hochschulen, Bildungseinrichtungen und Verbänden entsprechend, unterstützt die BWVI (Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovationen) die Preisverleihung und Organisation des Nachwuchspreises.

Die eingereichten Abschlussarbeiten werden von einer hochkarätigen Fachjury bewertet: Zu den sechs Juroren zählen Prof. Dr. Jutta Abulawi (Prodekanin für die Lehre, Systems Engineering und CAD im Dept. Fahrzeugtechnik+Flugzeugbau an der HAW Hamburg), Axel Becker (Manager Trend Research & Market Intelligence bei Airbus), Beate Lau (Geschäftsführerin der Lühr Modell- und Formenbau GmbH), Dr. Helge Sachs (Head of Corporate Innovation & Technology Management bei Lufthansa Technik), Prof. Dr. Frank Thielecke (Institutsleiter des Instituts für Flugzeug-Systemtechnik an der TUHH) und Prof. Dr. Jens Wulfsberg (Leiter des Laboratoriums Fertigungstechnik an der HSU).

Obwohl die Verleihung des Nachwuchspreises erst zum zweiten Mal stattfand, erzielt sie bereits große Aufmerksamkeit: Nachdem Hamburg Aviation die Hochschulen, Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Metropolregion Hamburg zur Teilnahme aufrief, reichten doppelt so viele Absolventen wie im Vorjahr ihre Abschlussarbeiten ein. Auch außerhalb der Metropolregion stieß die Auszeichnung auf großes Interesse: Aufgrund diverser Anfragen wird derzeit über eine gezielte Ausdehnung des Wettbewerbs nachgedacht.