Metropolregion Hamburg

Hamburger Internationalisierung: Olá Portugal, Oi Brazil!

27.05.2016InternationalesNeuigkeiten von Hamburg Aviation

Im zweiten Internationalisierungsworkshop haben sich die Mitglieder von Hamburg Aviation neben Montréal für die zukünftigen Zielregionen Evora /Lissabon und San José dos Campos/Sao Paulo entschieden. Im nächsten Schritt werden Handlungsoptionen für den Zugang zu den Regionen erarbeitet.

Bereits am 19. Januar wurde mit einer Kickoff Veranstaltung erfolgreich in den Internationalisierungsprozess von Hamburg Aviation gestartet. Im Rahmen dieses Kickoff wurden gemeinsam mit den anwesenden Clusterakteuren insgesamt sieben Zielregionen identifiziert, die im nächsten Schritt einer eingehenden Analyse unterzogen wurden. Im darauffolgenden Workshop am 14. April im ZAL TechCenter wurden exklusiv die Analyseergebnisse für die sieben identifizierten Zielregionen vorgestellt und gemeinsam reflektiert. Dazu zählten international führende Hubs wie Seattle und Toulouse, aber auch im zivilen Luftfahrtbereich neu zu erschließende Regionen wie Rzeszow/Polen. Gemeinsam mit Evora/Lissabon und San José dos Campos (Brasilien) verblieben am Ende des Auswahlprozesses vier Zielregionen. Im dritten Workshop in der TuTech Harburg haben sich die Teilnehmer neben Montréal nun final für Evora/Lissabon und San José dos Campos entschieden.

Internationalisierungsstrategie des Luftfahrtstandorts: Es wird konkret

Die Entscheidung für die beiden portugiesischsprachigen Regionen wurden von den Mitgliedern durch vorangegangene Diskussion und abschließende Abstimmung aller Beteiligten getroffen. Evora, ca. 140 Kilometer von Lissabon entfernt, stellt dabei die kleinste der beleuchteten Zielregionen dar (jährlicher Umsatz in der Luftfahrtbranche liegt bei ca. 0,5 Milliarden Euro). Sie definiert sich stark über die Zulieferung an den brasilianischen Flugzeugbauer Embraer, der hier konsequent investiert. "Das Tor zu Brasilien" stellt in ungefähr gleichen Anteilen Firmen im Bereich MRO und Manufacturing. Bis vor wenigen Jahren noch gebeutelt von der Wirtschaftskrise, bewegt sich Portugal mittlerweile stetig auf ein stabiles Bruttosozialprodukt zu und ist darüber hinaus erfolgreich im Erwerb von EU-Fördermitteln.

San José dos Campos definiert sich nachvollziehbar zu einem Großteil über Embraer, die hier ihren Hauptsitz haben. Trotz dieses starken Players vor Ort würde der Hamburger Schwerpunkt auf Kabinen hier ein noch relativ unbestelltes Feld erschließen können. Gleichzeitig bietet der weltweit bekannte Luftfahrtstandort eine gute Infrastruktur sowie offene Türen für das Thema Forschung und Entwicklung.

Montréal/Kanada stand bereits vor dem Workshop als Zielregion fest. Hierzu fand bereits eine Delegationsreise mit Hamburger Unternehmen statt. Bis zum 31. August 2016 können Projektskizzen zur Zusammenarbeit mit Montréal eingereicht werden.

Spezifische Ziele für die nächsten drei Jahre

Die Mitglieder definierten für Montréal, Evora und San José bereits spezifische Ziele im Bereich Unternehmen (wie viele Unternehmen bzw. Diensleister erhalten wie viele neue Kunden bzw. Aufträge in der Region), Forschung und Entwicklung (bspw. Anzahl erfolgreich initiierter Kooperationen, Hamburger Organisationen werden fester Entwicklungspartner etc.) und Personal und Qualifikation (Austauschprogramme mit den Regionen, Etablierung dualer Systeme). Bereits in drei Jahren sollen erste Wunschziele in den Zielregionen erreicht worden sein.

Die Workshopergebnisse stehen Ihnen auf HAv-Connect unter "Dokumente" zum Download zur Verfügung. Ebenso können Sie die Unterlagen per Email anfordern.

Hamburg Aviation goes International

Das Strategiepapier von Hamburg Aviation sieht die Erschließung internationale Märkte vor. Ziel ist es, das Potenzial der Clustermitglieder international bekannt zu machen, damit auch Hamburgs Rolle in der Branche zu stärken und die internationalen Netzwerke zu stärken. Diese Vernetzung soll auch auf politischer Ebene gefördert werden.

Im Rahmen der Hightech-Strategie fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in den kommenden Jahren die Internationalisierung der Hamburger Luftfahrt. Das damit verbundene Projekt gliedert sich in eine Konzeptions- und eine Umsetzungsphase. Die einjährige Konzeptionsphase umfasst die Erarbeitung einer Internationalisierungsstrategie für das Cluster Hamburg Aviation und startete Anfang 2016. In diesem Zuge soll zusammen mit allen Clusterakteuren eine gemeinsame Zielsetzung sowie eine hieraus abgeleitete Strategie mit entsprechenden Handlungsoptionen erarbeitet werden.

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