Metropolregion Hamburg

Emirates bestellt 36 weitere Airbus A380

18.01.2018Unternehmen und Verbände

Auftrag hat Listenpreis von 16 Milliarden US-Dollar // A380-Produktion auch in Hamburg für die nächsten 10 Jahre gesichert

Die weltweit größte internationale Fluggesellschaft Emirates hat am 18. Januar 2018 ein Abkommen über 36 zusätzliche Airbus A380 im Gesamtwert von 16 Milliarden US-Dollar bekanntgegeben. Die Absichtserklärung umfasst 20 Festbestellungen und 16 Kaufoptionen. Emirates prüft derzeit noch die Triebwerksoptionen für die neueste Bestellung. Die Fluggesellschaft betreibt seine A380-Flotte mit Triebwerken der Hersteller GE und Rolls-Royce.

Die neu bestellten A380-Flugzeuge werden ab 2020 ausgeliefert und lasten die A380-Produktion damit um weitere sechs Jahre aus. Neben der Produktion von A380-Rumpfsegmenten ist Hamburg für die Lackierung und den Innenausbau der A380 zuständig. Auch ein Großteil der Auslieferungen erfolgen in Finkenwerder. Insgesamt hat Emirates 178 Airbus A380 im Gesamtwert von über 60 Milliarden US-Dollar bestellt. Emirates ist mit Abstand der größte A380-Betreiber der Welt mit aktuell 101 Jets in der Flotte.

Hamburgs Senator für Wirtschaft, Verkehr und Innovation, Frank Horch, begrüßt die Entscheidung und betont die Tragweite der A380 für den Standort Hamburg: „Ich freue mich sehr, dass Emirates sich auch weiterhin zum größten Passagierflugzeug der Airbus-Flotte bekennt und die Potenziale in Bezug auf Nachhaltigkeit erkennt. Seit der A380-Standortentscheidung hat sich die Mitarbeiterzahl bei Airbus in Hamburg von seinerzeit 7.800 aufrund 12.500 erhöht. Die Beschäftigungsentwicklung bei Airbus zeigt auch, dass sich nicht nur Produktion und Endmontage der A380 für die Werksentwicklung positiv bemerkbar gemacht haben. Auch der Ausbau Hamburgs als Single Aisle Kompetenzzentrum war letztlich entscheidend dafür, dass wir heute zu den drei größten zivilen Luftfahrtstandorten der Welt zählen. Die Endlinie der A380 hat im Verlauf der letzten Jahre gezeigt, dass der Fertigung in Finkenwerder große Bedeutung zukommt. Durch diese Fertigungslinie ist Hamburg direkter Teil des wachsenden Luftverkehrsmarktes. Hamburg und der Industriestandort Deutschland konnten sich so auf Generationen hinaus einen technologischen Kompetenzvorsprung in einer der Schlüsselindustrien der Zukunft sichern. In diesem Kontext hat es nicht nur bei Airbus ein Wachstum gegeben, sondern auch bei den Luftfahrtzulieferern. Überwiegend sind hoch qualifizierte Arbeitsplätze entstanden, wie Ingenieure, Mechaniker oder Techniker. Zusätzlich zur Beschäftigungsentwicklung in den vergangenen Jahren brachte die Dynamik der Branche weitere Impulse in die Region durch Investitionen in Anlagen und Produktionsstätten, das Technologiezentrum Finkenwerder, eine Stiftungsprofessur für die TU Hamburg und Forschungsprojekte mit Luftfahrtzulieferern und Hochschulen, fachspezifische Messen und Kongresse und ganz besonders das TechCenter des Zentrums für angewandte Luftfahrtforschung ZAL.“

Ein wichtiger Baustein für den Erfolg des Luftfahrtstandortes sei Hamburg Aviation, in dem alle wichtigen Unternehmen der Branche aktiv sind.  Dort würde Zukunft fest ins Visier genommen. Forschung, Qualifizierung und Internationalisierung sind Bausteine des Erfolgs. Das ist auch dem Wirtschaftssenator ein wichtiges Anliegen. Horch sagte: „Wenn ich in Hamburg Veranstaltungen der Luftfahrtindustrie besuche, bin ich jedes Mal aufs Neue sowohl von der Innovationskraft der Unternehmen als auch von  der Vernetzung aller Akteure  beeindruckt.

Seine Hoheit Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum, Chairman und Chief Executive Emirates Airline & Group, unterzeichnete am Donnerstag am Unternehmenssitz in Dubai die Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) mit John Leahy, Chief Operating Officer Customers, Airbus Commercial Aircraft.

Sheikh Ahmed bin Saeed Al Maktoum: „Wir haben nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass die A380 ein Erfolg für Emirates war und ist. Unsere Kunden lieben das Flugzeug, wir können es in unserem Streckennetz unterschiedlich einsetzen und sind flexibel in Bezug auf Reichweite und Passagier-Mix. Einige der A380-Jets, die wir jetzt neu bestellt haben, werden als Flottenersatz genutzt. Mit der Bestellung wird die Stabilität des A380-Programms sichergestellt. Wir werden weiterhin eng mit Airbus zusammenarbeiten und das Flugzeug und dessen Bordprodukt weiter optimieren, um unseren Kunden die bestmögliche Flugerfahrung bieten können. Das Schöne an der A380 ist, dass uns die Technologie und das Platzangebot an Bord viele Gestaltungsmöglichkeiten für ein innovatives Kabinenprodukt bieten.“

„Ich möchte Emirates, Sheikh Ahmed, Tim Clark und Adel Al-Redha für ihre kontinuierliche Unterstützung des A380-Programms danken“, sagt John Leahy, Chief Operating Officer Customers, Airbus Commercial Aircraft. „Das Flugzeug hat seit 2008 enorm zum Wachstum von Emirates beigetragen und wir sind sehr erfreut darüber, dass es dies auch weiterhin tun wird. Diese Bestellung bekräftigt das Engagement von Airbus, den Airbus A380 für mindestens zehn weitere Jahre zu produzieren. Ich persönlich bin davon überzeugt, dass weitere Bestellungen dem Beispiel von Emirates folgen werden und dieses großartige Flugzeug bis weit in die 2030er Jahre hinein gebaut werden wird.“

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