Metropolregion Hamburg
Zurück

Flugzeugsitzschiene

Kabinen und KabinensystemeÖko-EffizienzSpitzencluster-Wettbewerb

Die Bishop GmbH hat die Flugzeugsitzschiene auf 1 Zentimeter verkleinert und Konzepte aus Aluminium und CFK getestet. Ergebnis: Die Schiene wird leichter, flexibler und stabiler.

Nahezu alle in Deutschland entwickelten Luxuslimousinen sind mit automatisch verstellbaren Sitzen ausgerüstet, die sich entlang ausgeklügelter Schienensysteme bewegen. Doch die Sitzschienen in aktuellen Flugzeugen sind jedoch überraschenderweise auf dem technischen Stand der Douglas Flugzeuge aus den 1930er Jahren.

Diesen Zustand will die Bishop GmbH mit einem innovativen optimierten Sitzschienensystem ändern. Denn die Flugzeugsitzschiene hat durchaus eine große Bedeutung – sie sorgt nicht nur dafür, dass die Passagiersitze zuverlässig befestigt sind, sondern auch, dass Küchenaufbauten und andere Einrichtungselemente selbst bei Turbulenzen an ihrem Platz bleiben. Zudem sind die Sitzschienen von kommerziellen Flugzeugen gleichermaßen Teil der Primärstruktur des Rumpfes wie Befestigungsträger der Innenausstattung, also eine wichtige Schnittstelle.

Bishop hat zunächst alle gegenwärtigen Flugzeugsitzschienen auf den Prüfstand gestellt und Konzepte für eine Verbesserung der Sitzschienensysteme entwickelt. Dies geschieht beispielsweise durch eine Reduzierung des Rastermaßes, Verringerung des Gewichtes und Senkung der Produktionskosten. Bishop hat zunächst das Rastermaß von 1 Zoll (2,54 Zentimeter) auf 1 Zentimeter verkleinert. Das sieht nicht nur schöner aus. Die Fluggesellschaften können auch Gewicht und somit Treibstoff sparen, die Sitze genauer und einfacher positionieren, mehr Sitzreihen installieren oder aber mehr Platz schaffen. Und da es dank des „one screw only“-Designs weniger zu schrauben gibt, verringern sich die Produktions- und Wartungskosten.

Getestet werden insgesamt drei Konzepte: Zwei Sitzschienen aus Aluminium und eine aus Verbundwerkstoffen. Bisherige Ergebnisse: Die metallischen Sitzschienen könnten im Single Aisle (Flugzeugen mit einem Gang) zu einer Gewichtseinsparung von 15 bis zu 61 Kilogramm führen, das CFK-Floorpanel-Konzept bis zu 50 Kilogramm.

Darüber hinaus werden die Erkenntnisse in Softwaretools umgesetzt. Damit soll den Konstruktionsingenieuren ermöglicht werden, zügig neue Kabinenkonfigurationen hinsichtlich der Flug- und Crashbelastungen zu berechnen.

Ansprechpartner

Peter Bishop, bishop.peter@bishop-gmbh.com, +49 [0]40-866 258 10
Frank Nußbäumer (TL), nussbaeumer.frank@bishop-gmb.com, +49 [0]40-866 258 10

Leitung

Bishop GmbH Aeronautical Engnieers

Förderung durch

Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen der Spitzenclusterstrategie